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Varanasi
Varanasi
IIT BHU Varanasi
Allgemeines & Geschichte
- 1919 gegründet als Banaras Engineering College.
- 1923 erweitert zu „College of Mining & Metallurgy“.
- 1932 erweitert zu „College of Technology“.
- 1968 gegründet als IT‑BHU.
- 2012 per Parlamentsgesetz zum IIT ernannt.
- bedeutende Rolle als technisches Zentrum mit 16 Departments, 3 Schools und ~ 8.000 Studierenden
Campus & Infrastruktur
- Urbaner Campus mit ca. 1,72 km2
- Zentrale- und Fachbibliotheken (ca. 138.000 physische Bücher, 8.000+ E‑Journals)
- 16 Wohnheime mit Gemeinschaftsbereichen, Aktivitätsmöglichkeiten, Forschungslabore, Start‑up‑Center, etc.
Rankings & Anerkennung
- QS‑Rankings: #531 weltweit (2025), #273 in Asien
- Nationale NIRF-Rankings: #30 insgesamt, #10 Ingenieurwesen (2024)
- Die IIT‑BHU verbindet eine über hundertjährige Tradition mit modernen, innovativen Studien- und Forschungskonzepten und spielt national wie international eine führende Rolle im Ingenieurwesen. Es bietet Studierenden exzellente akademische Ausbildung, moderne Infrastruktur und starke Industriekontakte.
Forschungsinfrastruktur & Labore
- Road Research Laboratory: Aufbau über ein MoU mit GR Infraprojects (seit 2021, Laufzeit bis 2026) zur Forschung an nachhaltigen Asphaltmischungen (Recycling, mechanistische Entwurfsverfahren, Nutzung von Industrieabfällen)
- MoRTH Chair & R&D-Stärkung: Kooperation mit dem indischen Verkehrsministerium (MoRTH) zur Schaffung eines Professorships und zur Forschung in Bereichen wie Straßensicherheit, Planung, Bau, Betrieb, Wartung, Codierung, einschließlich MTech-/PhD‑Programme im Straßenbau
Das Programm umfasst Vorlesungen und Tutorien zu innovativen Technologien zur Verbesserung der Straßeninfrastruktur sowie Fachvorträge über moderne Messsysteme wie das Traffic Speed Deflectometer und Ground Penetration Radar. Weitere Themenschwerpunkte sind Asphalttechnologien, die Dauerhaftigkeit von Fahrbahnbefestigungen, der Einsatz von Recyclingasphalt (RAP) und die Entwicklung nachhaltiger sowie wirtschaftlicher Erhaltungsstrategien.
Ziel des Workshops ist der Wissensaustausch zwischen deutschen und indischen Forschenden sowie der langfristige Kompetenzaufbau im Bereich moderner Straßenerhaltungsmethoden an der IIT BHU Varanasi. Gleichzeitig wird die Anwendung fortschrittlicher Messtechniken in Indien vorbereitet und gefördert. Ergänzt wird der Workshop durch eine deutsch-indische Online-Vortragsreihe im Mastermodul „Fächerübergreifendes Projekt“, die internationale Forschungsperspektiven vermittelt und den wissenschaftlichen Dialog weiter vertieft.
Ablauf Workshop
Aufteilung der Vorlesungen und Tutorien:
- Prof. Pahirangan Sivapatham: 12 Stunden Vorlesungen
- Prof. Ankit Gupta: 3 Stunden Vorlesungen
- Externe Fachexpert:innen: 3 Stunden Vorlesungen
- Wissenschaftliche Mitarbeitende der BUW: 3 Stunden Tutorien
- Wissenschaftliche Mitarbeitende der BHU: 3 Stunden Tutorien
- Gesamtumfang: 18 Stunden Vorlesungen, 6 Stunden Tutorien
Wochenprogramm:
- Untersuchung von Straßenzuständen (Zustandserfassung mit TSD, GPR)
- Datenerfassung und Analyse von Fahrbahnbefestigungen
- Prognose der verbleibenden Nutzungsdauer
- Bewertung von Recycling-Asphalt (RAP)
- Ressourcenschonende Fahrbahnbauweisen
- Gesundheitsschutz beim Asphalteinbau
- Tutorium 1: Berechnung von Zustandsparametern
- Tutorium 2: Bestimmung homogener Abschnitte
- Tutorium 3: Prognose der Lebensdauer und Entwicklung von Erhaltungskonzepten
- Tutorium 4: Fallstudien und Diskussionen
- Exkursion
- Abschlussprüfung (Multiple Choice, 60 Minuten)
- Am letzten Tag wird eine Multiple-Choice-Prüfung durchgeführt. Sie fragt das Verständnis zu innovativen Messverfahren, Zustandserfassung, Bewertung von Straßenbefestigungen sowie nachhaltigem Bau ab. Erfolgreiche Teilnehmende erhalten ein Zertifikat als Nachweis ihrer erworbenen Kompetenzen.
- Der Workshop stärkt den Wissensaustausch, die internationale Zusammenarbeit und die Entwicklung nachhaltiger Netzwerke über den Projektzeitraum hinaus. Sie trägt zur Qualifizierung der Teilnehmenden auf fachlicher und interkultureller Ebene bei und unterstützt die Ziele langfristiger Hochschulkooperationen.
- “Der Austausch mit anderen Kulturen und Studierenden empfinde ich generell als sehr bereichernd, weshalb für mich die Teilnahme an dem Varanasi-Workshop klar war. Retrospektiv würde ich es immer wieder machen.” - Joshua Kuwertz
- “Ansonsten kann ich noch sagen, dass ich jedem Studenten die Indien-Exkursion sofort empfehlen würde!!! Wichtig ist, dass man offen für neue Kulturen, Menschen, Erfahrungen und auch mittelgroße Schocks ist :). Indien ist einfach eine ganz andere Welt, als die unsere. Auch wenn einem das vorher schon gesagt wird, ahnt man doch nicht wie schockierend und beeindruckend die Unterschiede sind. Hängen geblieben sind mir persönlich die riesigen Menschenmassen, die mit voller Überzeugung gelebte Religiösität, die offene, die positive und fröhliche Einstellung der Menschen trotz vielerorts miserabler Lebensumstände, das Taj Mahal und die allgemeine Chaos-Situation im öffentlichen Straßenverkher. Auch aus Sicht des Straßenbaus ist die Exkursion empfehlenswert - die indischen Partner haben selber interessante Forschungsprojekte und recht ähnliche Ansätze, auch wenn die Umsetzung dann teilweise doch sehr verschieden ist. Vergessen werden wir wohl auch nie die Baustelle einer Autobahn nach Kalkata, die wir irgendwo im nirgendwo besucht haben. Auf der Straßenbaustelle war die Indien-Exkursion neben einem Fertiger, der locker zehn Meter Breite hatte und von Kindern bedient wurde, Schaulustigen, Hunden und einer Nilgauantilope mittendrin.” - Claudius Brings
#wie kam es zur Zusammenarbeit?
#entstandene Möglichkeiten durch DAAD-Projekt
#Zeitraum
#Ermöglichung universitätsweite Zusammenarbeit mit DAAD
# Das Projekt adressiert die globalen Herausforderungen für einen nachhaltigen Straßenbau, insbesondere vor dem Hintergrund knapper Mittel, steigender Umweltanforderungen und begrenzter Verfügbarkeit von Rohstoffen. Ziel ist eine intensive Kooperation zwischen der Bergischen Universität Wuppertal (BUW), „Lehr- und Forschungsgebiet Straßenbau und Straßenerhaltung“ und dem „Indian Institute of Technology Banaras Hindu University“ (IIT-BHU), „Transportation Engineering“ in Varanasi, Indien, um sich über innovative und ressourcenschonende Ansätze für den Straßenbau auszutauschen und diese weiterzuentwickeln.
Kerninhalt des Projekts ist der Austausch über Asphaltrezepturen mit hohem Anteil an Ausbauasphalt (RAP), der Einsatz multifunktionaler Additive zur Verbesserung der Materialeigenschaften und zur Senkung der Herstell- und Einbautemperaturen sowie die Bewertung der strukturellen Substanz von Straßen unter Einsatz moderner Technologien wie dem Traffic-Speed-Deflectometer (TSD) und dem Ground Penetration Radar (GPR) zur effizienten Bestimmung nachhaltiger Erhaltungsmaßnahmen.
Das Projekt zielt darauf ab, wissenschaftlich tätige Personen und Studierende beider Institutionen und weitere Interessierte in einer praxisnahen Winterschool sowie in einem Workshop zusammenzubringen. Ein besonderes Ziel ist es, Studierenden aus Indien und Deutschland die Möglichkeit zu geben, interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und durch Studienaufenthalte ihre akademischen und praktischen Kompetenzen zu erweitern.
Mittel- und langfristig wird angestrebt, eine nachhaltige und strukturelle Partnerschaft zwischen beiden Universitäten zu etablieren, die durch gemeinsame Forschungsanträge, Veröffentlichungen und Netzwerkarbeit die wissenschaftliche Zusammenarbeit stärkt und einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Straßenbaus weltweit leistet.
# Projektbezeichnung: Stand der Technik im ökologischen und wirtschaftlichen Straßenbau und in der Straßenerhaltung - Partnerschaft für einen dauerhaften und nachhaltigen Wissenstransfer (PadanaWitra)
Kurz: Innovativer und nachhaltiger Straßenbau
# Das Lehr- und Forschungsgebiet Straßenbau und Straßenerhaltung (SB-SE) der BUW unter der Leitung von Prof. Sivapatham arbeitet praxisnah an innovativen Lösungen für Straßenbau und -erhaltung. Es betreibt mit dem BeStLab ein modernes, RAP-stra-anerkanntes Prüflabor und ist weltweit die einzige Universität mit einem Traffic Speed Deflectometer, dem "Pavement-Scanner". In Kooperation mit dem IIT-BHU, einer renommierten indischen Universität in Varanasi, werden nachhaltige Bauweisen und der Einsatz von Recycling-Asphalt erforscht. Ziel ist die Entwicklung umweltfreundlicher, praxisnaher Methoden zur Bewältigung globaler Infrastruktur-Herausforderungen.
# DAAD:
- Der Deutsche- Akademische-Austauschdienst DAAD ist die weltweit größte Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden und Forschenden.
- Seit Gründung im Jahr 1925 wurden rund 3 Millionen Menschen im In- und Ausland gefördert.
- Seine Mitglieder sind deutsche Hochschulen und Studierendenschaften.
- Neben der Vergabe von Stipendien und Fördermitteln unterstützt der DAAD u. a.:
- die Internationalisierung deutscher Hochschulen
- Länder des globalen Südens beim Aufbau leistungsfähiger Hochschulsysteme
- Im Jahr 2023 unterstützte der DAAD über 140.000 deutsche und internationale Geförderte.
Das Angebot reicht von Studienaufenthalten, Praktika und Promotionsprogrammen bis hin zur Hochschulberatung im Ausland. Über die Vergabe entscheiden unabhängige Auswahlkommissionen.
Panujan Naguleswaran - Wissenschaftlicher Mitarbeiter (naguleswaran@uni-wuppertal.de) oder
Pahirangan Sivapatham - Universitätsprofessor (psivapatham@uni-wuppertal.de)
Einblicke aus der Reise